Das entscheidende Merkmal eines Lenkdrachens ist neben seiner Dreiecksform, dass dieser ausnahmslos vom Wind angetrieben wird. Das Segel ist auf dem Gestänge befestigt, seitlich davon befinden sich die Leinen zur Koordination des Flugobjekts.
Ein erfolgreicher Start gelingt, sobald der Drache so im Wind positioniert wird, dass es die Luftströmung schafft, einen dynamischen Auftrieb zu entwickeln.
Modelle mit zwei Leinen ermöglichen es, den Drachen in alle Himmelsrichtungen zu steuern. Komplexe Kunststücke wie Schrauben, Kreise oder Loopings sind hingegen nur mit Vierleinern möglich.

Einsatzgebiet des Lenkdrachens

Einen Lenkdrachen steigen zu lassen ist nicht ganz ungefährlich. Daher gilt es, besondere Anforderungen an die ausgesuchte Kitewiese zu stellen.
Grundsätzlich sollte im Vorfeld recherchiert werden, ob das Drachensteigen auf diesem Grundstück erlaubt oder gar offiziell verboten ist.

Liegt kein ausdrückliches Verbot vor, so sollte sich die Wiese über eine flache, weite Fläche erstrecken. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass sich möglichst keine Hindernisse wie Bäume, Strommasten oder Hochspannungsleitungen in unmittelbarer Umgebung befinden. Eine besonders hohe Verletzungsgefahr stellen Bäche oder kleinere Abgründe dar, welche leicht übersehen werden.
Wer sich unsicher ist, ob die ausgesuchte Wiese bedenkenlos zum Drachensteigen genutzt werden kann, findet meist Rat beim örtlichen Bürgeramt.
Aber auch in Foren oder der Plattform „Kitewiese.de“ werden zahlreiche Wiesen unweit des eigenen Wohnorts empfohlen.

Das Drachensteigen muss natürlich nicht zwingend auf eine Wiese begrenzt werden. In Bergen und an Stränden ist das Drachensteigen außerdem eine unvergessliche Erfahrung wert.
Bei ausreichend Wind ist das Drachensteigen zudem das gesamte Jahr über möglich.

Welche Alternativen zu einem Lenkdrachen gibt es?

Die als Gleitschirm im Miniformat bekannte Lenkmatte revolutioniert den Markt als gelungene Alternative zum allseits bekannten Lenkdrachen.
Sobald sich die Lenkmatte in die Lüfte erhebt, füllen sich mehrere Einzelteile mit Luft, sodass diese innerhalb kürzester Zeit die Erscheinung eines Flügels annimmt. Je nach Modell sind seitlich zwei, beziehungsweise vier Leinen angebracht.
Zwei Leinen ermöglichen die Steuerung in alle Himmelsrichtungen, komplexere Flugmanöver lassen sich dagegen nur mit vier Leinen erreichen.
Die Flugmatten sind in verschiedenen Größen von einem bis vier Meter Spannweite erhältlich.

Welche Hersteller von Lenkdrachen gibt es?

Invento HQ

Der renommierte Hersteller Invento HQ bewährt sich mit seinen Lenkdrachen Tests nun schon seit über 25 Jahren.
Das Modell Fire R2F (145x69cm) Bebop ist unter den Top 10 der Lenkdrachen im Test auf dem dritten Platz zu finden. Neben der hauseigenen Drachenmarke HQ ist Invento HQ auf seine eigene Spielwarenlinie spezialisiert.

Elliot GmbH

Die jahrelange Erfahrung des Herstellers in den Bereichen Action und Fun spiegeln sich im breit gefächerten Sortiment von über 2.000 Produkten wieder. Die Lenkdrachen im Test erfreuen sich in mehr als 20 Ländern großer Beliebtheit.
Die Elliot GmbH ist als ein erfolgreicher Großhändler in den Gebieten Spielwaren, Hobby- sowie Geschenkartikeln bekannt.

Neuerungen im Bereich Lenkdrachen

Dass Lenkdrachen zur Stromerzeugung eingesetzt werden können, war vor einigen Jahren noch undenkbar. Das sogenannte Kite-Surfen, das eine Kombination aus Windsurfen und Drachenfliegen darstellt, verfolgt genau dieses Ziel.
Dabei wird der Surfer mitsamt seines Drachen vom Wind erfasst und schwebt daraufhin einige Meter durch die Lüfte.

Durch die Drachenflieger werden Wägen auf einem Schienenrundkurs über 700 Meter lange Seile in Bewegung versetzt, welche ein Generator in Strom umwandelt.

In 300 bis 500 Meter Höhe erfolgt die effizienteste Energieumwandlung von Bewegung in elektrische Energie.

Je höher der Drachenflieger steigt, desto stärker ist auch die Windgeschwindigkeit. Gegenüber Windrädern, welche circa eine Höhe von 300 Metern erreichen, ist daher die Stromerzeugung mittels Drachenflieger effizienter

Vorteile beim Kauf eines Lenkdrachen im Internet

Der Onlinehandel befindet sich gegenüber dem Fachgeschäft um die Ecke zunehmend auf der Überholspur.
Diese Entwicklung ist auf folgende Vorteile zurückzuführen:

Das Internet stellt eine nahezu unbegrenzte Auswahl an Lenkdrachen zur Verfügung. Ein Preisvergleich verschiedener Anbieter ist problemlos möglich. Hier besteht die Möglichkeit, einen Anbieter ausfindig zu machen, bei dem sich das gewünschte Produkt in einer Rabattaktion befindet.
Außerdem bietet das Internet den unschlagbaren Vorteil, dass keine Öffnungszeiten gelten, digital bezahlt werden kann und die Ware innerhalb weniger Tage direkt nach hause geliefert wird. Kundenrezensionen sowie Testsiegel erleichtern die Produktauswahl enorm.

Worauf achten beim Kauf eines Lenkdrachens

Das Geheimnis eines hochwertigen Lenkdrachens findet sich in dessen Material und nicht, wie verbreitet angenommen, im Aufbau.
Für die anfängliche Übungsphase empfiehlt es sich, ein Gestänge aus Glasfaser oder Fiberglas zu wählen. Diese sind zwar in ihrer Qualität nicht so hochwertig, wie ein Gestänge aus Kohlefaser, aber dafür robuster gegenüber Stürzen.
Diese Materialien machen den Drachen besonders leicht, was den Start ungemein vereinfacht.

Die Eigenschaften des Segels sollten schmutz- aowie wasserabweisend sein. Polyester bringt hier besonders gute Lenkeigenschaften mit sich, da auch bei größeren Windstärken die Form des Drachens nicht nachgibt.
Ein Nylon Segel ist meist preiswerter in seiner Anschaffung, lichtbeständig sowie auch reißfest.

Damit das Produkt keine Enttäuschung mit sich bringt, sollten die Angaben zur Windstärke unbedingt in die Kaufentscheidung miteinbezogen werden.

Wer seinen Drachen auch bei stärkerem Wind steigen lassen möchte, sollte Wert auf geflochtene Leinen legen. Diese sind im Gegensatz zu gedrehten Leinen strapazierfähiger und bleiben gegenüber Windböen stärkerer Natur standhaft.

Ein wichtiges Kaufkriterium stellt außerdem das Modell selbst dar. Zweileiner sind bestens dafür geeignet, einen sicheren Umgang im Lenken zu gewinnen. Ein Vierleiner empfiehlt sich besonders für Fortgeschrittene, welche eine neue Herausforderung suchen. Die Höhe und die Spannweite des Lenkdrachens sind ebenfalls entscheidend, wenn es darum geht, das passende Modell ausfindig zu machen. Für Anfänger ist meist eine mittlere Größe ideal.

Für einen guten Halt sollten Textilschlaufen verwendet werden. Diese sind im Vergleich zu Plastikschlaufen weitaus langlebiger.

Nützliches Zubehör für Lenkdrachen

Ein Lenkdrache besteht aus zahlreichen Einzelteilen, welche nahezu alle separat erhältlich sind. Hinzu kommt die vielseitige Angebotsauswahl an verschiedenen Materialien der einzelnen Bauteile.
Folgende Kategorien sollen einen groben Überblick verschaffen:

  • Leinen für Zwei- und Vierleiner
  • Lenkschlaufen und Griffe
  • Trapeze und Bügel
  • Karabiner und Wirbel
  • Spulen und Winder
  • Taschen für Transport und Aufbewahrung
  • Handschuhe zur Sicherheit
  • Fachliteratur
  • Sonstiges Zubehör wie beispielsweise Teleskopstangen